+++Für eine Energiewende, die den Namen verdient!+++

Gestern hat sich die Linksjugend Leipzig auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz im Rahmen der Klimaaktionswoche von FridaysForFuture auf die Suche nach einem Atommüllendlager begeben nachdem mehrere Politiker*innen der CDU, AfD und FDP in Wahlforen sowie im Kandidierenden-Check des MDR den Wunsch nach einem Atomkraftwerk in der Lausitz geäußert haben. Wir sehen darin einen absurden Versuch die dringend notwendige Energiewende abzublasen. Dennoch haben AfD und CDU bei den Landtagswahlen zusammen fast 60% geholt.

Man könnte also parodistisch sagen: „Jetzt bleibt wohl nur noch die Atomkraft!“. Dann aber natürlich mit allem was dazugehört. Also auch Atommüll. Bei der Suche nach einem Endlager wollte die linksjugend Leipzig deswegen schonmal behilflich sein und hat mit einem Bagger versucht einige Atomfässer im Leipziger Boden zu verklappen. Dies sollte den Beginn einer strahlenden Ära für den Freistaat Sachsen einläuten.

Michael Neuhaus, Stadtrat DIE LINKE Leipzig und Bundessprecher des Jugendverbandes linksjugend [’solid] dazu: „Eigentlich fordern wir den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien und die Demokratisierung des Energiesektors. Da sowohl die Bundesregierung als auch der Freistaat Sachsen hier versagt haben, bleibt uns wohl nur die Schnapsidee eines sächsischen Atomkraftwerkes, um dem Super-GAU der Klimakrise zu entrinnen.“

Marco Böhme, Mitglied im sächsischen Landtag dazu: „Atomkraft ist die wohl dümmste Idee um die Klima- und Energiekrise zu lösen. Neben dem Problem des Atommülls und einer zentralistischen Energieversorgung von einzelnen Großkonzernen die Monopolartig agieren, werden u.a. beim Abbau von Uran schon heute ganze Landstriche verseucht und bis zu 40 % der später erzeugten Energiemenge verbraucht.

Die Veranstaltung fand als Improvisationstheater statt und umfasste die Verkündung der Endlagersuche (durch den imaginären Regierungssprecher Alexander Super-GAU-Land) sowie dessen Aufbau. Außerdem ereigneten sich auf der Baustelle zwei Unfälle bei dem tragischerweise zwei Arbeiter*innen verstrahlt wurden.

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