Linksjugend Leipzig unterstützt gemeinsamen Wahlaufruf

Die Linksjugend Leipzig unterstützt einen gemeinsamen Wahlaufruf mit den Jusos Leipzig, der Grünen Jugend Leipzig, der DGB Jugend und der WVL. Der Aufruf fordert auf, der nazistischen NPD - die 2009 erstmals zu den Kommunalwahlen in Leipzig antritt - keine Stimme zu geben. Die Jugendgruppen von FDP und CDU haben sich leider geweigert, den Aufruf zu unterstützen.

Weitere Informationen zur NPD und den Kommunalwahlen findet ihr zudem auf der Seite der AG Antifa.

Den Aufruf zum ansehen und Downloaden gibts >>> hier.

Oder zum nachlesen direkt hier:

 
An alle jungen Leipziger (Erst-)Wähler und -Wählerinnen,
am 07. Juni sind alle Leipzigerinnen und Leipziger ab 18 Jahren aufgerufen, den Leipziger Stadtrat zu wählen.
Wir, die Jugendorganisationen demokratischer Parteien und Vertreter/innen von Studierenden, Schüler und Schülerinnen, rufen dich auf von diesem Recht Gebrauch zu machen: Gib den Kandidaten und Kandidatinnen der demokratischen Parteien deine Stimmen!
Wir sagen aber auch:
Die NPD, die mit ihrer Ideologie die Demokratie in Frage stellt, Menschen nach ihrer Herkunft oder Hautfarbe bewertet und die Gräuel des Hitlerfaschismus banalisiert, gehört nicht zu den demokratischen Parteien. Die NPD respektiert als politische Partei nicht die Würde von anders Denkenden und verachtet die Demokratie. Mit ihrer Arbeit im sächsischen Landtag hat die NPD bewiesen, dass sie unfähig ist, Politik für unser Land zu gestalten.
Im Vergleich zu großen Teilen unseres Bundeslandes ist der Leipziger Stadtrat NPD-frei. Wir wollen mit diesem Aufruf dazu beitragen, dass dies auch so bleibt! Deshalb fordern wir dich auf: Geh demokratisch wählen am 07. Juni!
Für uns ist Demokratie jedoch mehr, als in regelmäßigen Jahresabständen ein Kreuz in der Wahlkabine zu setzen. Eine lebendige Demokratie kann es nur geben, wenn sich möglichst viele, auch zwischen den Wahlen, für eine vielfältige Stadt und Gesellschaft engagieren. Eine Gesellschaft, in der sich alle frei und sicher entfalten können und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und politischen Meinung.
In unserer Stadt ist dies weitgehend möglich, weil es viele Menschen gibt, die sich für eine demokratische Kultur eingesetzt haben und immer noch einsetzen. Beispiele hierfür sind die Montagsdemonstrationen im Jahr 1989, die die Demokratie in Leipzig erst ermöglicht haben. Aber auch das vielfältige Engagement Leipziger Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und Verbänden und die großen Demonstrationen gegen Neonaziaufmärsche in Leipzig sind dabei zu nennen.
Wir rufen auch dich auf, für eine lebendige und pluralistische Demokratie in Leipzig und darüber hinaus Engagement zu zeigen.
Demokratie lebt vom Mitmachen!
 
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